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Die Nase eines gesunden und aktiven Hundes ist in den meisten Fällen nass und kalt
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Hundebesitzer fragen sich oft, warum Hunde kalte Nasen haben. Es gibt sogar die Meinung, dass eine nasse Hundenase ein Indikator für die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Hundes ist. Ob dies tatsächlich der Fall ist und ob Sie auf die Nase Ihres Haustieres achten sollten, wird in diesem Artikel der Tierärztin Julie Buzby auf der Toe Grips Website erklärt.
Warum Hunde eine feuchte Nase brauchen
Zunächst müssen wir verstehen, warum die Nase eines Hundes feucht und kühl ist. Ohne in lange evolutionäre Details zu gehen – eine kühle Nase hilft dem Hund besser:
- Die Körpertemperatur zu regulieren. Das Tier leckt sich regelmäßig die Nase, woraufhin der Speichel verdunstet und überschüssige Wärme ableitet. Die Fläche der Nase ist im Vergleich zum Körper klein, so dass dieser Kühlmechanismus nicht sehr effektiv ist, aber er wirkt sich dennoch auf die allgemeine Wärmeregulierung aus.
- Geruchswahrnehmung. Der Teil des Hundehirns, der für den Geruchssinn zuständig ist, ist etwa 40 Mal größer als beim Menschen. Das bedeutet, dass sie Gerüche 10.000-100.000 Mal besser wahrnehmen können als wir. Die Moleküle der geruchsbildenden Substanzen bleiben in einer feuchten Nase besser haften.
- Auf der Suche nach Wärme. In der Natur spüren Raubtiere die Wärme ihrer Beute, und obwohl Haushunde für die Jagd nicht so wichtig sind, bleibt die Fähigkeit, Temperaturunterschiede wahrzunehmen, erhalten.
Welche Art von Flüssigkeit haben Hunde auf ihrer Nase? Um die Nase feucht zu halten, leckt der Hund sie nicht nur. An diesem Mechanismus ist auch der spezielle Schleim der entsprechenden Drüsen beteiligt. Ein Teil dieses klaren, wässrigen Schleims fließt aus den Nasenlöchern auf die Oberfläche der Nase. Und der dünne Hohlraum zwischen den Nasenlöchern hält die Feuchtigkeit zurück.
Nasse Nase bei einem Hund: gut oder schlecht
Es ist normal, dass die Nase eines Hundes leicht kalt und feucht ist. Wenn die Nase jedoch trocken oder warm ist, ist das kein Grund zur Sorge. Die Gründe für kalte Hundenasen stehen nicht in direktem Zusammenhang mit der Gesundheit Ihres Tieres. Eine kalte und feuchte Nase ist also keine Garantie dafür, dass Ihr Hund gesund ist – ebenso wie eine heiße und trockene Nase nicht bedeutet, dass Ihr Hund krank ist.
Die Nase eines Hundes kann zum Beispiel im Schlaf austrocknen, weil er sich im Schlaf kaum leckt und weniger Schleimflüssigkeit produziert wird. Auch zu trockene Luft oder starke Bewegung können dazu führen, dass die Nase austrocknet und sich erhitzt. Andererseits kann ein Hund eine kalte und feuchte Nase haben und trotzdem an vielen verschiedenen Krankheiten leiden.
Was sollten Sie tun, wenn Ihr Hund eine kalte und feuchte Nase hat, Sie aber Zweifel an seinem Zustand haben? Eine kalte und feuchte Nase ist zwar für die meisten Hunde die Norm, aber Trockenheit muss nicht unbedingt auf ein Problem hindeuten. Schauen Sie genauer hin, um festzustellen, ob es andere Anzeichen für eine Krankheit gibt. Die Nasentemperatur ist kein zuverlässiger Indikator für den Gesundheitszustand.
Lassen Sie sich also nicht von versteckten Signalen über den Zustand Ihres Tieres ablenken, sondern verbringen Sie lieber mehr Zeit miteinander. Denn wenn es um die Gesundheit Ihres Hundes geht, sind der Tierarzt und Ihre eigene Beobachtungsgabe viel zuverlässiger als die Nasentemperatur oder die Luftfeuchtigkeit.
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